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Frohe Botschaft: Amtsgericht bekommt Neubau

Landtag verabschiedet Haushalt für 2018/2019. Amtsgericht Böblingen mit 8,75 Millionen Euro größte Einzelinvestition für ein Gerichtsgebäude

Werner Grolig brachte es auf den Punkt: „Wenn man als Richter am Angeklagten vorbei gehen muss, um in den Gerichtssaal zu kommen, dann baut das nicht unbedingt Respekt bei den Beteiligten auf.“ Gerade  in Strafverfahren, für die er als einer von 19 Richtern am Amtsgericht Böblingen zuständig ist, muss oftmals die richterliche Autorität unmittelbar spürbar sein! Ohne Worte. Von vornherein. Gerade bei schweren Jungs.

Mit den unwürdigen Zuständen ist es zum Glück bald vorbei. Denn Paul Nemeth, Landtagsabgeordneter (CDU), brachte jetzt frohe Botschaft aus dem Stuttgarter Landtag: „Das Amtsgericht in Böblingen bekommt für 8,75 Millionen Euro einen Neubau“, informierte er kurz vor Weihnachten Dr. Tobias Brenner, Direktor des Amtsgerichts. Mit der Verabschiedung des Haushalts in der letzten Plenarsitzung des Jahres 2017 habe der Landtag auch die Gelder für das Böblinger Amtsgericht freigegeben, so Nemeth weiter. Darüber war Dr. Tobias Brenner sichtlich erfreut, auch wenn die Bauarbeiten in den nächsten zwei bis drei Jahren seinen rund 90 Mitarbeitern einiges an Ungemach bringen werden. „Für die Übergangszeit müssen wir uns nach anderen Gerichtssälen umschauen“, meint Brenner. Aber dieses Improvisieren lohnt sich. Brenner: „Denn der Neubau ist eine Investition in den Respekt vor der dritten Gewalt.“ Zudem sind Direktor Brenner und sein Stellvertreter Grolig es schon seit Jahren gewohnt, mit dem Wachstum der Aufgaben nach unkonventionellen Lösungen zu suchen.

Während das 1960 erbaute, dreigeschossige Haupthaus als Gebäude erhalten bleibt, wird der einstöckige Anbau, in dem die Sitzungssäle sind, abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt. „Es ist die größte bauliche Einzelmaßnahme im kommenden Haushalt“, berichtete Nemeth, dem dieses Projekt besonders am Herzen liegt und sich in der Vergangenheit wiederholt über die ebenso unwürdigen wie auch baulich maroden Zustände im Gebäude an der Steinbeisstraße informiert hatte. Auch er, der als Landtagsabgeordneter Vertreter der ersten staatlichen Gewalt ist, sieht in dem Neubau eine „Investition in die Würde des Gerichts und in die Achtung vor der Justiz und dem Rechtsstaat.“

Hier, wo Recht gesprochen wird, soll nun die Investition erfolgen, an die sich eine grundlegende Sanierung des Hauptgebäudes anschließen wird. Auch diese erscheint unumgänglich. Eine Heizung, die deutlich ihre Mucken spüren lässt, Wasserschäden, die ihre Spuren in den Amtsstuben hinterlassen haben, sowie undichte Spalten oberhalb der Außentüren sind nur einige der Merkmale, die auf einen allmählichen Verfall hinweisen. Und einen Schönheitspreis haben den Außenfassaden des im hektischen Wiederaufbauboom der Nachkriegszeit entstandenen Gebäudes auch nicht verdient. Aber der Flurbereich im Innern des Amtsgerichts besitzt schon seinen Charme und wirkt der Würde des Amtes angemessen. Die kommende Sanierung scheint da jedenfalls ein guter Urteilsspruch für das Amtsgericht zu sein. Der  Landtagsabgeordnete Paul Nemeth verließ jedenfalls das Gericht mit einem guten Gefühl.

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