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Böblinger Abgeordnetentrio zu pflegepolitischem Gespräch im Altenpflegeheim „Burghalde“ in Sindelfingen

„Unser Handeln findet seine Grundlage im christlichen Menschenbild“, so beschreibt der evangelische Diakonieverein Sindelfingen die Basis seiner Arbeit

Clemens Binninger, CDU-Bundestagsabgeordneter im Kreis Böblingen, sowie die Landtagsabgeordneten Paul Nemeth und Sabine Kurtz konnten sich im August 2014 im Altenpflegeheim „Burghalde“ in Sindelfingen selbst davon überzeugen. Sie trafen sich mit dem Verein zum Gespräch über pflegepolitische Themen. Neben dem Geschäftsführer und Vorstand, Karl-Friedrich Zeile, nahmen u.a. der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Pfr. i. R. Walter Bachteler und der Heimleiter des Pflegeheims „Burghalde“, Peter Dannenhauer, an der Gesprächsrunde teil.
Der Heimleiter führte die drei Abgeordneten durch das Haus und erklärte seine Besonderheiten. Besonders stolz verwies er darauf, dass das Altenpflegeheim „Burghalde“ ein „offenes Haus“ sei. Besuche von Schulklassen und anderen Gruppen im Hause seien selbstverständlich und fänden regelmäßig statt. Außerdem seien seit Jahren Auszubildende der Daimler AG in verschiedene Projekte eingebunden. Dem generationsübergreifenden Austausch diene auch der hausinterne Kindergarten.
Kritisch erwähnte Karl-Friedrich Zeile im anschließenden Gespräch den steigenden Druck, der auf den Mitarbeiterinnen laste. Die Pflegebedürftigkeit der Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen steige aufgrund ihres hohen Alters stetig an. Gleichzeitig fließe sehr viel Zeit in die schriftliche Dokumentation der Tätigkeiten. Die Zeit für einzelne Pflegeleistungen werde immer knapper und die Ansprüche höher. Zwar sei die Pflege gewährleistet, aber die Zeit für Seelsorge und Gespräche mit den Heimbewohnern sei sehr knapp geworden.
Clemens Binninger verwies auf einen Gesetzentwurf der Bundesregierung, der vorsieht, ab 2015 deutlich mehr Geld für die Pflege bereit zu stellen. Unter anderem wird dabei mit 500 Millionen Euro die Zahl der Betreuer, die sich der menschlichen Zuwendung widmen, fast verdoppelt: „Dann bleibt den Pflegefachkräften mehr Zeit für ihre sachkundige Arbeit".
Sabine Kurtz und Paul Nemeth setzen große Hoffnungen in die auf Initiative der CDU-Landtagsfraktion im März 2014 vom baden-württembergischen Landtag eingesetzte Enquetekommission zur Pflege. Deren Ziel sei es, neue Strategien zu entwickeln, um eine qualitativ hochwertige Pflege auch in Zukunft sicherzustellen.
Der Diakonieverein sorgt sich zudem um die Umsetzung der Landesheimbauverordnung. Danach müssen bis 2019 bestehende Doppelzimmer in Einzelzimmer umgewandelt werden. Der Diakonieverein sei durch die Verordnung in seinem Bestand gefährdet. Die Landtagsabgeordneten sagten zu, diesem Problem nachzugehen.
Der Evangelische Diakonieverein Sindelfingen e. V. wurde 1961 aus der Evangelischen Kirchengemeinde heraus gegründet in Absprache mit den Verantwortlichen der Kommune, um eine stationäre Altenpflege in Sindelfingen aufzubauen. Inzwischen hat der Verein ca. 300 Mitarbeiter, davon sehr viele in Teilzeitbeschäftigung, die sich um die Pflege von rund 300 Menschen kümmern. Unterstützend wirken rund 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Der allgemeine Fachkräftemangel sei auch beim Diakonieverein spürbar. Glücklicherweise gelänge es bis jetzt aber, frei werdende Stellen zeitnah wieder zu besetzen. Dank der Ausbildung in den eigenen Einrichtungen könnten neue engagierte Nachwuchskräfte gewonnen werden. Der Verein betreibt insgesamt vier Häuser: Die Altenpflegeheime „Burghalde“ in Sindelfingen, „Haus an der Schwippe“ in Darmsheim und „Haus am Brunnen“ in Maichingen sowie das Pflegezentrum Maichingen.

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