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Hermann Horrer, meine Meinung: Herrenberg im Wandel

„Nichts ist so beständig, wie der Wandel.“ Diese Erkenntnis von Heraklit aus dem 5. Jahrhundert vor Chr. ist heute aktueller denn je. Gerade an einem Meilenstein, wie dem Jahreswechsel nehmen wir die immer schnelleren Veränderungen, den immer rascheren Wandel  in unserer Gesellschaft wahr. Die Globalisierung, die Individualisierung, die modernen, schnellen Kommunikationsmittel, die Veränderungen in der Arbeitswelt, der Mobilität, der Energieversorgung, dem Freizeitverhalten, der Familienstruktur und dem Konsumverhalten machen auch vor Herrenberg nicht halt.

Herrenberg muss sich diesen veränderten Anforderungen stellen und die Strukturen in den unterschiedlichsten Bereichen modernisieren. Geschieht dieses nicht, verliert unsere Stadt den Anschluss und wird abgehängt.  Zusätzlich zum beschriebenen Handlungsdruck von außen, haben wir aktuell etliche freiwerdende und freie Flächen, die uns die notwendigen Veränderungen ermöglichen.

Deshalb haben Gemeinderat und Verwaltung einen Strukturplan erstellt, in dem festgelegt wird, in welchen Bereichen der Kernstadt zukünftig Handel, Gewerbe, Wohnen, Freizeit und Sport vorgesehen sind.  Bevor diese Flächen bebaut werden, benötigen wir allerdings eine Lösung des Verkehrsproblems. Die Altstadt ist umklammert von den Hauptverkehrsachsen. Wir benötigen dringend eine Entlastung von Hindenburg-, Horber und Seestraße. Nur so kann die Altstadt expandieren und als Einkaufstadt konkurrenzfähig bleiben. Der erste Schritt in der Neustrukturierung Herrenbergs ist daher aus Sicht der CDU die Verkehrsentlastung der Innenstadt. Auf Basis von Zahlen, Daten und Fakten werden wir im 1. Halbjahr 2015 alle Argumente abwägen und entscheiden, welche Variante für die gesamte Stadt die Beste ist. Anschließend können wir den Strukturplan realisieren. Im Bereich Verkehr und Einzelhandel müssen wir den Veränderungsprozess mutig und entschlossen vorantreiben. 

Betreuung von Alt und Jung und Hilfe in Notsituationen wurden früher im Familienverbund, durch Nachbarschaftshilfe  und in der Dorfgemeinschaft  aufgefangen. Gegenseitiges Helfen, Tragen und Unterstützen in der Gemeinschaft ist für uns von der CDU nach wie vor wichtig und erhaltenswert. Aber die Veränderungen in unserer Gesellschaft ermöglichen dieses nicht mehr im notwendigen Umfang. Es reicht nicht den guten, alten Zeiten nach zu jammern, wir müssen uns dem Wandel stellen. Mit zahlreichen Kindertagesstätten  und den Pflegeheimen in Herrenberg, Kuppingen und dem zukünftigen in Gültstein sind wir mitten in dem Veränderungsprozess. Wir werden auch weiterhin sorgsam darauf achten, wie sich der Bedarf in unserer Gesellschaft entwickelt und darauf reagieren.

Neben allem Wandel und aller Veränderung gibt es in Herrenberg Wertvolles und Erhaltenswertes, was wir nicht verlieren dürfen.  Das gilt nicht nur für denkmalgeschützte Bauwerke, wie das Fachwerk-Ensemble der Altstadt, die Stiftskirche und weitere architektonische Kleinode.  Herrenberg und jeder Teilort haben einen ganz speziellen Charme und Charakter.  Auch die über viele Jahrhunderte gewachsenen Werte, wie Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit,  Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Gemeinsinn und Nachhaltigkeit, wollen wir pflegen und erhalten, und keinem Wandel unterziehen.

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