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Kinder an die Macht

Einmal dort sitzen, wo die ganz wichtigen Politiker sitzen – diese Möglichkeit bot sich in der letzten Ferienwoche 25 Kindern aus dem Wahlkreis Böblingen. Zu Besuch im Stuttgarter Landtag waren sie auf Einladung des Landtagsabgeordneten Paul Nemeth. Der zeigte sich vom Interesse der kleinen Nachwuchspolitiker beeindruckt: „Von der viel zitierten Politikverdrossenheit war definitiv nichts zu spüren“, sagte Nemeth.

„Der Tag gehört Euch“, begrüßt der Böblinger Landtagsabgeordnete Paul Nemeth die 25 Kinder zwischen zehn und 14 Jahren, die seiner Einladung zur Besichtigung des Stuttgarter Landtags gefolgt sind und jetzt erwartungsvoll vor ihm stehen. Kurz darauf wird die aufgeregt tuschelnde Gruppe, zu der auch ein paar Eltern und Großeltern gehören, von Ana Stevanovic ins Bürger- und Medienzentrum geführt. Bei der Frage der Besucherdienst-Mitarbeiterin, wer schon einmal im Landtag war, gehen die Hände nur vereinzelt hoch. Als sie dann aber wissen will, warum denn der Landtag in Stuttgart ist, sieht man viele Kinder strecken. „Weil das die Landeshauptstadt ist“, kommt es von Johannes wie aus der Pistole geschossen.

Wenig später befinden sich die Besucher dann im Herzen des Stuttgarter Landtags, dem Plenarsaal. Sofort nehmen die Nachwuchspolitiker in den verschiedenen Fraktionsreihen Platz und versuchen sich zu orientieren, welcher Partei sie denn nun für die nächste Stunde angehören. „Das ist also der Raum mit den vielen Sitzen, wo so viel über wichtige Themen geredet wird“, entfährt es Benjamin staunend. Und für ihn und seine jungen Politikerkolleginnen und Kollegen kommt es noch besser. Im Zuge eines Planspiels dürfen die Nachwuchspolitiker in jeder Fraktion ihren Kandidaten für den Posten des Ministerpräsidenten wählen. Bis das überall gelungen ist, dauert es ein wenig. Schließlich sieht jeder in sich den geeignetsten Kandidaten für das wichtige Amt des Ministerpräsidenten. „Von jugendlicher Politikverdrossenheit ist hier überhaupt nichts zu spüren“,  quittiert Paul Nemeth die lautstarken innerparteilichen Diskussionen und Grabenkämpfe mit einem Lachen. Manche, die sich parteiintern nicht durchsetzen konnten, tun sich bei der anschließenden Ministerpräsidenten-Wahl dann sichtlich schwer, die Stimme dem internen Konkurrenten zu geben. Auch hier muss der Vorsitzende des CDU-Arbeitskreises für Umwelt schmunzeln.

Am Ende setzt sich, sehr zur Freude Paul Nemeths, der Kandidat der CDU-Fraktion durch und darf stolz blickend unter dem Jubel seiner Parteikollegen in der Ministerbank auf dem Sessel von Ministerpräsident Winfried Kretschmann Platz nehmen. Bei der anschließenden Fragerunde mit Paul Nemeth erfahren die Kinder dann unter anderem, dass man für das Amt des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg  mindestens 35 Jahre alt sein muss und das ein Abgeordneter deutlich weniger Ferien hat als ein Lehrer. „Vier bis fünf Mal im Jahr stehe ich hier oben am Rednerpult und spreche über Umweltthemen. Alle Sitzungen werden auch live im Internet übertragen“, verrät Nemeth.

„Es freut mich, dass sich Kinder wie ihr für Politik interessieren und heute bei uns im Landtag sind. Eine gute Bildung für euch zu gewährleisten ist wahrscheinlich der wichtigste Auftrag, den wir Politiker bei uns im Land haben. Deshalb werde auch in Zukunft Kinder aus meinem Wahlkreis in den Landtag einladen “, sagt Paul Nemeth zum Abschluss des Besuchs im Plenarsaal.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant Plenum mit einer ordentlichen Portion Spaghetti Bolognese geht es für die 25 Kinder und ihre Begleiter dann noch ins Landesmuseum Württemberg, wo sie bei einer Führung kindgerechte Einblicke in die Römerzeit bekommen.

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