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Landschaftspflege im Heckengäu: Sabine Kurtz besucht Schäfer im „Krüger-Land“

Bei eisigen Temperaturen hat die Leonberger CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz den „Krüger-Land“-Landschaftspflegebetrieb besucht. Karlheinz und Sabine Krüger aus Grafenau sind an Wind und Wetter gewöhnt. Im landwirtschaftlichen Nebenerwerb pflegen sie mit ihren rund 200 Schafen die umliegenden Weideflächen im Landkreis Böblingen. „Wir haben mehr als 56 Hektar Land gepachtet, auf denen wir die Doper- und Schwarznasenschafe während der warmen Jahreszeit weiden. Auch mit unseren Ziegen führen wir Landschaftspflegeaufträge durch und tragen so zur Entbuschung der Landschaft und zur Pflege der Streuobstwiesen bei“, erklärt Karlheinz Krüger, der in jungen Jahren in der Wilhelma in Stuttgart eine Ausbildung zum Tierwirt durchlaufen hat. Artgerechte Tierhaltung gehört zur Betriebsphilosophie der Krügers, deren Schafstall den modernsten Anforderungen entspricht. „Hier muss es kalt sein“, erläutert Sabine Krüger den frierenden Gästen, die die Tiere um ihr dickes Fell beneiden und entzückt die kleinen Lämmer begutachten.

Das Ehepaar Krüger warnt aber vor Romantik und Verklärung der Schäferei. “Wir Weidtierhalter stehen vor enormen Problemen, die wir alleine nicht lösen können“, kommen sie auf die Diskussion um die Wiederansiedelung des Wolfs zu sprechen. Es sei sehr schwierig, die Schafsherden einfach und effektiv zu schützen. Der Betrieb habe keinen Spielraum, um zusätzliche Ausgaben für den Wolfschutz zu leisten. „Diese Ausgaben muss die Gesellschaft übernehmen, wenn sie den Wolf hier bei uns ansiedeln will. Ansonsten bin ich gezwungen, meinen Landschaftspflegebetrieb aufzugeben“, erklärt Karlheinz Krüger.

Auch seien die Finanzmittel nicht das einzige Problem. Denn Herdenschutzhunde seien keine Hütehunde. Im Gegenteil: Beide Hunde seien nicht einfach nebeneinander zu halten. Die Sozialisierung von Herdenschutzhunden sei extrem aufwändig und erfordere ein hohes Maß an Sachkunde und Verantwortung vom Halter. Die rechtlichen Vorgaben zu Herdenschutzhunden, insbesondere bei dem Einsatz von Elektrozäunen, seien nicht anwenderfreundlich. „Einfach zu sagen, dass sich die Schäfer einen Herdenschutzhund anschaffen und höhere Zäune aufstellen sollen, führt an der praktischen Wirklichkeit vorbei und ist nicht ohne Weiteres umsetzbar“, so das Ehepaar Krüger. 

Sabine Kurtz stimmt zu, dass die rechtlichen Vorgaben bisher nicht zufriedenstellend sind. Auch der Umweltminister habe dies erkannt und angekündigt, die Tierschutz-Hundeverordnung so gestalten, dass die Schäfer diese Hunde auch unproblematisch einsetzen dürfen. Sie halte es jedoch für unabdingbar, auch die Möglichkeit zu eröffnen, einen Wolf im Notfall schießen zu dürfen. Daher sei es notwendig, den Wolf in das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz des Landes aufzunehmen. 

„In Baden-Württemberg haben wir eine starke Beweidungstradition, die die CDU unbedingt erhalten will. Nur durch die Beweidung können wir die Landschaft offen halten, gegen Verbuschung schützen, für den Freizeitsport begehbar halten und die Vielfalt von Pflanzen, Tieren und Insekten stützen. Wenn die Schäfer aufgeben, weil sie den Wolf fürchten, sind all diese Ziele hinfällig“, so die Sorge der Politikerin. „Es gibt Verbände, die dazu aufrufen, eine Wolfpatenschaft zu übernehmen“, erzählt Sabine Krüger und fordert die Landtagsabgeordnete auf, stattdessen die Patenschaft für ein Schaf zu übernehmen. Dieser Anregung folgt Sabine Kurtz sehr gerne. Informationen zu Krüger-Land gibt es unter www.krueger-land.de.

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