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„Nette Moe's gibt’s viele, aber nett alle haben's Zeug zum Ministerpräsidentn'“ und „panschen im Brei herum“

Heftig, deftig und humorvoll ging es wieder beim 37. Politischen Aschermittwoch in Gäufelden zu. Nicht nur in der Küche brodelte der schmackhafte Rinder Gulasch, sondern auch der Saal, angeheizt vom Hauptredner Minister a.D. Willi Stächele MdL. Tatkräftig unterstützt wurde er von Sabine Kurtz MdL und vom Kreisvorsitzenden Dr. Dr. Matthias Kauffmann. Den passenden musikalischen Rahmen gestaltete der Öschelbronner Musikverein „Bella Cantare“ und „Enjoy“

Eingeladen und ausgerichtet wurde dieser Politische Aschermittwoch zum 37. Mal von Gemeindeverband Gäufelden und Kreisverband Böblingen in der Bürgerhalle Gäufelden-Tailfingen.

Den dies jährigen Redner Reigen eröffnete die Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz. Sie bedankte sich in ihrem Grußwort für die „fast schon professionelle“ Arbeit der Küche und des Services, selbst wenn drei ehrenamtliche Helfer ausgefallen simd. „Es klappe trotzdem alles wie am Schnürchen“ was man hinsichtlich der jetzigen Landesregierung nicht sagen kann. In Stuttgart „panschen und rühren viele Köche im selben Brei herum“ und „auslöffeln müssen es die Bürger“.

Besonders prangert sie die desolate Schulpolitik der Grün-Roten Landesregierung an. Seit Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung „bleiben die Schüler sitzen“. Bis zu acht mal so viele Kinder würden nun eine Klasse wiederholen. Die Gemeinschaftsschulen werden auf kosten der bestehenden Schulen eingeführt. 8200,-Euro pro Jahr und Schüler werden für den Unterricht in einer Gesamtschule benötigt. Doppelt so viel wie für alle anderen Schularten.

„Grüne können nur Geld ausgeben“, sind nicht in Lage europäische Fördergelder für den Breitband Ausbau nach Baden-Württemberg zu bringen.

„Blauäugige Politik“ betreibt Grün-Rot nicht nur im Bildungs-Ressort, sondern auch mit dem äußerst wichtigen Asylrecht.Es werden Anforderungen hochgeschraubt, wie zum Beispiel die Erhöhung des Platz Bedarfs von 4 auf 7 m² pro Asylant ohne ihrer Verpflichtung gegen über den Kommunen nach zu kommen. Auch fehlt es an der Durchsetzung unberechtigte und somit versperrte Asylplätze wieder frei zu bekommen. Denn dies sei bei der „Flut von Asylanträgen“ dringend erforderlich.

Nach dieser mit reißenden Rede und dem Auftritt von „Bella Cantare“ und „Enjoy“, trat Willi Stächele MdL ans Rednerpult. In jungen Jahren selbst Chorleiter, lud er launig den Chor in sein Büro „mit dem gut gefülltem Sekt- und Wein-Schrank“ ein. Dabei stellte er fest, dass der Ausgangspunkt für junge Politiker es sei, „beim Menschen zu sein“. „Politiker die es fröstelt wenn sie Menschen sehn', sollt' man gleich zom Tempel raus' schickn“.

Nachdenklich stellte er fest, das 70. Jahre Frieden in Deutschland und in weiten Teilen von Europa nicht selbstverständlich seien. Frieden, Freiheit und ständig steigendem Wachstum müssen „immer wieder neu

erworben werden“. Gerade die jetzige Situation in der Ukraine zeigt den hohen Gut des Friedens. Er zollt Bundeskanzlerin Angela Merkel hohen Respekt, denn wer wie sie „am Morgen nach Minsk fliegt“ und dann zurück „den Kontakt mit Paris sucht“ und sich dann mit Obama trifft, der kann nicht „auch noch die Nahles an den Ohren ziehn“ um sich um innenpolitische Themen zu kümmern. Sie setze ihre Priorität, „Gott sei Dank“ in dieser Sache auf die Außenpolitik. Friedenserhaltung ist das Wichtigste.

Besorgt blickt Herr Stächele in den Nahen Osten. Aus dem ehemaligen diktatorischen Staaten sind keine“ stabilen demokratischen Staaten geworden. „Es brechen alle Gesetze der Aufklärung“, brutale Selbstmordanschläge und Enthauptung von 21 unschuldige Menschen vor den Augen der Öffentlichkeit machen ihn fassungslos. Es scheine, dass die Weltordnung in „eine Unordnung abzugleiten droht.“ Er möchte keine Angst machen aber bittet um Dankbarkeit für den Frieden und um Realismus hinsichtlich der möglichen Gefährdung der Sicherheit in Europa. Es wundert ihn sehr, dass die Grünen in dieser Situation den Verfassungsschutz zu kürzen oder gar abschaffen wollen. Dies würde ein Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung darstellen. Friedenserhaltung und Sicherung ist aber auch eine Aufgabe für ganz Europa.

Heftig kritisiert der Landtagsabgeordnete Stächele das Verhalten Griechenlands. Es könne nicht sein das diejenigen die das Geld geben, nun „ eins in die Fresse bekommen“ und „Die Akropolis hätten wir längst wieder aufgebaut.“ Es sei stolz auf Wolfgang Schäuble, der mit wenigen Worten sagt: „ Bis hier hin und nicht weiter!“. Auch bitte er um die richtige Sichtweise, dass „diese Sache mit Griechenland nicht in einen Frust gegen Europa oder den Euro“ umschlägt. Der „Euro ist nicht mehr weg zu denken, aber Griechenland wohl schon“.

Nun richtet Minister a. D Willi Stächele den Blick wieder nach Baden-Württemberg. Er stellt fest, dass es im Team vom MP Kretschmann auch „gute Leute“ gibt. Leider gehöre der Finanzminister Nils Schmid nicht dazu. Es sei schmerzhaft zu beobachten, wie wenig man mit den hohen Steuereinnahmen machen kann. Er bedauert es sehr, dass der ausgeglichene Haushalt erst 2016 kommen soll. Aber „ma' ka' nicht gleichzeitig des Bad renoviere', a'n Auto kaufe' und die Frau frisch mit neue' Schmuck und Kleidung ausstatten“.

Auch wünsche er sich die Rückkehr von der ideologisch betriebenen Gesamtschule, in der „den Eltern suggeriert wird, hinter jedem Schüler steht ein Lehrer“, zum dreigliedrigen Schulsystem mit Werkrealschule. Dies sei auch verstärkt der Wunsch von Eltern, Lehrern und Schulleitern.

Zum Schluss seines pointierten Vortrags wies er auf die Gefahr für das Land hin, wenn Politik nur mit Ideologie und nicht mit Pragmatismus betrieben wird. Er wünsche sich für die nächsten 5 Jahre, dass wieder bürgerliche Gesichtspunkte „schaffe, schaffe, Häusle bauen“ in den Mittelpunkt der Politik rücken.

Wie seine 85-jährige Patentante feststellte: „Herr Kretschmann ist doch ein netter Mo“, worauf Herr Stächele antwortete:“„Nette Moe's gibt’s viele, aber nett alle haben's Zeug zum Ministerpräsidentn'“. Er finde das ein Ministerpräsident, als jemand „der Vorne dran'“ ist „ein Schuss mehr haben müsse“.

„Wir werden unter Wert regiert“ rief der Kreisvorsitzende Dr. Dr. Matthias Kauffmann, der nach Minster a. D. Willi Stächele das Podium bestieg. Er wetterte weiter, das es unglaublich sei, das Milliarden Euro nicht abgerufen werden für unsere Autobahnen und Straßennetze.

Des weiteren 1,8 Mrd. Euro Schulden, damit habe Baden-Württemberg den Schluss im Ländervergleich erreicht. Dies sei unfair der nachfolgenden Generationen und nicht nachhaltig

Auch die Grün-Rote Schulpolitik sei Ideologie betrieben, Sie haben die Gemeinschaftsschulen eingeführt und wollen diesen „Einheitsbrei“ auf Realschulen und Gymnasien ausdehnen. Dies passe nicht zum christlich geprägten Bürger in Baden-Württemberg. „Deshalb Finger weg von den Gymnasien und Realschulen“.

„Baden-Württemberg war gut und wird nach einem Regierungswechsel 2016 wieder gut werden!“

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