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Paul Nemeth MdL besucht Klärschlammtrocknung Gärtringen

Nemeth: Leuchtturmprojekt für Energieeffizienz und Umweltschutz

Der energiepolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und direkt gewählte Angeordnete im Wahlkreis Böblingen, Paul Nemeth MdL, machte sich gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Riesch ein Bild von der Klärschlammtrocknung in der Gärtringer Kläranlage. Uwe Berner, Chef der Kläranlage, die im Rahmen eines Zweckverbandes des Gemeinden Gärtringen und Nufringen betrieben wird, stellte dem Abgeordneten die Anlage vor.

„In Gärtringen betreiben wir eine sogenannte hybride Klärschlammtrocknung. Die hybride Klärschlammtrocknung nutzt Abwärme und solare Energie, um vorentwässerten Klärschlamm mit etwa 20 Prozent Trockensubstanz auf über 90 Prozent Trockensubstanz zu trocknen. Die Niedertemperaturwärme (55 bis 95 Grad) gelangt über eine Fußbodenheizung in den Trocknungsprozess. Als Endprodukt entsteht ein biologisch stabiles, lagerfähiges und geruchsneutrales Trockengranulat, das in regi-onalen Zementwerken verwendet werden kann. Früher wurde der mit Wasser durchsetzte Klärschlamm (Wassergehalt: 70 bis 80 Prozent) mit Lastwagen in die östlichen Bundesländer transportiert und für den Landbau verwertet - was mit hohen Transportkosten verbunden ist.", so Uwe Berner. Neben der natürlichen Sonnenenergie, die über die gewächshausartige Glasbedachung einen Großteil zur Trocknung des Klärschlamms beiträgt, kuppelt der Zweckverband Kläranlage Gärtringen Nufringen Abwärme beim benachbarten Kühllager der Firma Nordfrost aus. „Nordfrost produziert über zwei Blockheizkraftwerke umweltfreundlichen Strom zur Kühlung seines Lagers. Die Abwärme nehmen wir über einen Liefervertrag für unsere Klärschlamm-trocknung ab", so Bürgermeister Thomas Riesch. Damit werde bei Nordfrost aufgewandte die Energie mehrfach genutzt. Sowohl die Umwelt als auch die Geldbeutel des Zweckverbands Kläranlage würden damit deutlich entlastet.

Doch nicht nur im Bereich der Klärschlammtrocknung setzt man in Gärtringen auf Umweltschutz und Effizienz. Auch die Gase des Faulturms der Gärtringer Kläranlage werden energetisch genutzt. „Mit unserem Blockheizkraftwerk können wir rund ein Drittel des Strombedarfs der Kläranlage selbst erzeugen", so Uwe Berner. „Die Klärschlammtrocknung und das BHKW sind ein Leuchtturmprojekt für Energieeffizienz und Umweltschutz", zeigte sich Paul Nemeth MdL beeindruckt. Gerade im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung gelte es, in den nächsten Jahren deutlich voranzukommen, um die Ziele der Energiewende zu erreichen. Der Zweckverband Kläranlage Gärtringen / Nufringen gehe hier mit gutem Beispiel voran.

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