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„Sind auf dem richtigen Weg“ – Paul Nemeth lobt Dialog zwischen Landwirtschaft und Naturschutz

Naturschutz gelingt miteinander, nicht gegeneinander – unter diesem Motto befindet sich das Projekt „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“ des Naturschutzbundes (NABU) Baden-Württemberg derzeit in der zweiten Runde. Gefördert und unterstützt wird es vom Land Baden-Württemberg. „Das Thema Naturschutz treibt uns alle um, weil es uns alle angeht“ sagte der Böblinger Landtagsabgeordnete Paul Nemeth in seiner Funktion als Vorsitzender des Arbeitskreises für Umwelt, Klima und Energie der CDU-Landtagsfraktion bei der zweiten Station des Dialogforums auf dem Hof von Klaus Sindlinger. Bei dem Treffen in Rohrau stand die Wiederansiedlung des Kiebitzes in Mittelpunkt.

Vertreter von Politik, Landwirtschaft, Naturschutz, der Universität Hohenheim sowie interessierte Bürger – die Gruppe, die den Weg auf den Hof von Klaus Sindlinger in Rohrau gefunden hatte, war bunt gemischt. Grund für ihren Besuch war das „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“, das auf seiner zweiten Station in Rohrau Halt machte. „Gute Zukunftslösungen in der Frage, wie wir Landwirtschaft und Naturschutz ideal unter eine Hut bekommen, finden wir nur im dauerhaften Dialog. Deshalb freut es mich ganz besonders, dass heute von allen Interessengruppen jemand hier ist. Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte der Böblinger Landtagsabgeordnete Paul Nemeth zur Eröffnung. Nemeth forderte zudem, dass das Thema zukünftig auf noch mehr politischen Ebenen angesprochen werden müsse. „Für uns in der CDU hat die Bewahrung der Schöpfung eine große Bedeutung. Deshalb fließen im Landesdoppelhaushalt auch 36 Millionen Euro in ein Sonderprogramm zur Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt“, betonte Paul Nemeth.

Erfreut über das große Interesse am Dialogforum zeigte sich auch der Landwirtschaftsreferent vom Naturschutzbund (NABU) Baden-Württemberg, Jochen Goedecke. „Die von uns organisierte Veranstaltungsreihe bildet den Beginn eines Dialogs. Diese gemeinsame Basis wollen wir zukünftig weiter ausbauen“. Auch Andreas Kindler kann dem Format viel Positives abgewinnen. „Früher haben sich Landwirtschaft und Naturschutz oft gegenseitig bekriegt. Das ist durch das Dialogforum deutlich besser geworden“, sagte der Kreisvorsitzende des Böblinger Kreisbauernverbandes, der zudem die Landesregierung lobte: „Es ist toll, dass hier viel Geld seitens des Landes investiert wird, um bei Naturschutz und Landwirtschaft Verbesserungen zu schaffen“, so Kindler.

Ausgewählt worden als zweite Station des Dialogforums war der Hof von Gastgeber Klaus Sindlinger vor allem deshalb, weil auf nahe gelegenen Wiesen entlang der A81 in einem großangelegten Projekt seit einigen Jahren versucht wird, den Kiebitz wieder anzusiedeln.  „Wir wollen unsere Dialogforen gerne dort machen, wo etwas Besonderes passiert. In Rohrau ist dies das Kiebitz-Projekt“, sagte Jochen Goedecke vom NABU. Gestartet wurde der Versuch 2009, mittlerweile kann man in Rohrau durchaus eine erfolgreiche Entwicklung präsentieren. „Zwar ist der Kiebitze auch hier längst kein Allerweltsvogel mehr, 2018 hatten wir aber immerhin zwölf Kiebitz-Paare, die auf den Wiesen gebrütet haben“, berichtete Roland Steiner von der Filderstädter Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung, die das Projekt gemeinsam mit Landwirt Sindlinger und Vertretern des Natuschutzbundes Gärtringen-Rohrau-Nufringen vorantreibt. „Die Kiebitze brauchen es sehr ruhig. Deshalb haben wir rund um ihr Gebiet in der Brutzeit einen Schäferzaun gespannt. Zudem haben wir durch Baggerarbeiten den Wasserstand etwas angehoben, denn die Kiebitze mögen es feucht. Notwendig war auch, dass wir einiges an Gehölz entfernt haben, damit auf die Kiebitze Jagd machende Greifvögel der Beobachtungspunkt weggefallen ist“, erklärte Roland Steiner. Nur der Fuchs schaffe es Jahr für Jahr weiterhin, einige Eier mit Jungvögeln zu stehlen, so der Tierexperte.

Dafür, dass die Kiebitze das für ihre Brutzeit benötigte niedrige Gras vorfinden, sorgen auf den Wiesen von Rohrau die Galloway-Rinder von Klaus Sindlinger. „Für meine Rinder ist das ein gutes Fressen. Und wenn es dann noch hilft, damit hier auf den Wiesen über das ganze Jahr hinweg von der Libelle bis hin zum Kiebitz für viele Tierarten ideale Bedingungen herrschen, ist das umso schöner“, so der Landwirt.

Ganz ähnlich sieht das Paul Nemeth: „Wenn wie hier in Rohrau die Landwirte Hand in Hand mit den Naturschützern ein Projekt nach vorne treiben und sich gleichermaßen über den sich einstellenden Erfolg freuen, hat das Dialogforum seinen Sinn und Zweck optimal erfüllt. Und diese Entwicklung ist auch für uns Politiker Ansporn, uns auf diesem Gebiet weiterhin gemeinsam in die richtige Richtung zu bewegen“, so der Böblinger CDU-Landtagsabgeordnete.

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