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Victor Seiler, meine Meinung: Kein Verkehr mit den Grünen?

Herrenberg möchte bis 2020 verschiedene Projekte umsetzen, die der Luftreinhaltung dienen. Mit rund 4 Millionen Euro Förderung will der Bund in Herrenberg testen, welche Konzepte dafür am erfolgreichsten sind. Der Nahverkehr soll ausgebaut und vergünstigt werden, der Stop&Go Verkehr soll reduziert werden und eine Mobilitätsapp soll ausfindig machen, welche Verkehrsverbindung am schnellsten und umweltfreundlichsten ist. Die Maßnahmen sind nicht unbegründet, schließlich liegt Herrenberg bei den NO2 Grenzwertüberschreitungen <wbr />2017 auf einer Höhe mit Frankfurt am Main mit 47Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft. Zur Erinnerung, in Frankfurt am Main drohen Fahrverbote.

Wenn es nach dem Wunsch von so manchen Umweltaktivisten geht, wie der Deutsche Umwelthilfe, so wäre es am besten, wenn wir den Diesel sofort aus dem Verkehr ziehen. Was danach folgt ist klar, die Jagd auf den Benziner. Was nach einer Hetzjagd aussieht entpuppt sich als ideologischer Wahnsinn. Tausende Familien, gerade in Kreis Böblingen, leben von der Automobilindustrie. Sie geben den Städten und Gemeinden durch direkte und indirekte Steuern die finanziellen Möglichkeiten, um Infrastrukturprojekte wie in Herrenberg anzustoßen. Auch lässt es sich in Deutschland über Luxusprobleme, wie ein gesichertes Grundeinkommen, diskutieren. Es ist schon bemerkenswert das ein Land, welches von der Automobilindustrie lebt, sich konsequent ausverkauft. Schaut man auf die Weltkarte,wo es Dieselfahrverbote gibt,leuchtet bemerkenswerterweise nur das eigene Erfinderland auf. Wollen wir unseren Wohlstand so leichtfertig auf‘s Spiel setzen?

Die Frage ist, wie stellen wir uns die Stadt der Zukunft vor? Wollen wir in Forschungsprojekte, wie zum Beispiel Flugtaxis oder autonom fahrende Busse, investieren? Wollen wir Mobilität gestalten, indem wir ihr Chancen zur Entwicklung geben? Oder wollen wir abgehängt werden von anderen innovativen Ländern, wie China oder den USA und weiter sukzessiv verbieten, was uns stark gemacht hat. Deutschland ist auf einem guten Weg, leider stellen wir uns aber gerade selbst ein Bein.

Klar ist, wir wollen mehr Mobilität und weniger Verkehr. Über saubere Luft zu streiten ist dabei sinnfrei, schließlich ist mit dem Erhalt der Umwelt ein konservatives Thema angesprochen. Ob dies mit Fahrgemeinschaften, E-Bikes oder dem Hyperloop geschieht ist jedoch davon abhängig, was den Menschen mehr Nutzen und Vorteile verschafft. 

Da besteht der Unterschied zu den Ideologen, wir als CDU wollen die Menschen zu nichts zwingen. Der Mensch ist frei in seinem Denken und Handeln, deshalb soll er dies auch in der Mobilität sein. Rechtswidrige Messstellen wie in Aachen zeigen, dass man sich die Welt auch schlecht messen kann. Wenn es nach der CDU geht, sollten alle Messstellen überprüft werden, sonst verlieren wir jegliche Seriosität in der Debatte. Es bedarf einer sachlichen und objektiven Sichtweise auf die Thematik, die nicht aus der Perspektive eines Fahrverbotes, sondern vielmehr aus der Sicht der Bürger bestimmt werden sollte. 

Landesverkehrsminister Hermann will dies nicht, die Grünen wollen keine Zukunft gestalten, sie wollen sie verhindern.



Victor Seiler 
Stv. Vorsitzender der CDU Stadtverband Herrenberg

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