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Gesundheitspolitisches Fachgespräch: Jens Spahn macht auf Süddeutschland-Tour Halt in Herrenberg

Auf seiner dreitägigen Tour durch Bayern und Baden-Württemberg sammelte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, Eindrücke vom Gesundheitswesen im Süden Deutschlands. Auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz machte der Gast aus Nordrhein-Westfalen am 21. Januar 2015 im Herrenberger Krankenhaus Halt. Der Einladung zu einem Fachgespräch waren Vertreter des Herrenberger Krankenhauses, des Klinikverbunds Südwest, aus der Kommunalpolitik und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens gefolgt

Jens Spahn machte deutlich: „Wer macht was – jeder macht alles“. Nach diesem Motto dürften die Krankenhäuser in Zukunft nicht mehr arbeiten. In Berlin könne man jedoch nur die Debatte darüber anstoßen. Gehandelt werden müsse vor Ort.

Die Geschäftsführerin des Klinikverbunds Südwest, Dr. Elke Frank, verwies auf das neue Medizinkonzept im Landkreis Böblingen. In Zukunft werde die Versorgungsstruktur verstärkt unter den sechs Häusern abgestimmt und arbeitsteilig erfolgen. „Schwerpunktbildungen und standortübergreifende Fachzentren sind Teile dieser Neuausrichtung“, erklärte die Geschäftsführerin. Allerdings sollten alle Standorte erhalten bleiben, um die wohnortnahe Notfall- und Basisversorgung sicher zu stellen. Vor dem Hintergrund, dass das Land Sanierungen nur mit 15 Prozent der Kosten unterstützt, zeigte sich der Gast aus Berlin beeindruckt von dem finanziellen Engagement, das der Landkreis für seine Kliniken erbringe: „Das ist nicht überall in Deutschland so“.

Zur Verbesserung der Versorgungsstruktur habe eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe Ende letzten Jahres ein Eckpunktepapier vorgelegt. Demnach wird ein Strukturfonds mit bis zu einer Milliarde Euro eingerichtet. Um dem Mangel an Pflegepersonal zu begegnen, habe man ein Pflege- und Stellenförderprogramm aufgelegt. Mit Hilfe von 660 Mio. Euro soll der Überbelastung von Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern entgegengewirkt werden.

Die Pflegeausbildung und der Ärztemangel, das Medizinstudium und das Vorhaben der grün-roten Landesregierung, die Hilfsfristen für Rettungskräfte zu verlängern, waren weitere Themen der angeregten Debatte mit dem 34-jährigen Mitglied des CDU-Bundespräsidiums.

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